Schutz für Ihr wertvolles Inventar

Im Alltag geschieht es manchmal schnell, dass Sachen beschädigt werden oder zu Bruch gehen. Auch durch Diebstahl werden nicht selten persönliche Gegenstände entwendet. In solchen Fällen – beim gestohlenen Fernseher nach einem Einbruch oder demolierten Möbeln in Folge eines Rohrbruchs – ist eine Hausratversicherung (VHB 2010) sinnvoll und schafft häufig finanzielle Abhilfe.

Mithilfe dieser Versicherungsart lässt sich das bewegliche Inventar eines Hauses gegen eine Reihe von Schäden schützen. Zu den beliebtesten Schadensfällen gehören (lt. VHB 2010, Abs. A, §1-5):

Hausratversicherung – Infografik
Hausratversicherung – Infografik
  • Feuer
  • Einbruch
  • Leitungsbrüche
  • eigene Missgeschicke
  • Sturmschäden, die nicht das Haus betreffen
  • Elementarschäden (Überschwemmung etc.)
  • ggf. Raub und Vandalismus

In Abgrenzung zur Gebäudeversicherung bezieht sich die Hausratversicherung auf bewegliche Gegenstände. Wie bei anderen Arten der Absicherung unterscheiden sich jedoch die Tarife zum Teil sehr deutlich voneinander. Wann die Hausratversicherung tatsächlich zahlt und wann nicht, bleibt dementsprechend Frage des Einzelfalls und Vertrages. Nicht selten kommt es vor, dass die Versicherung nicht zahlt oder generell inaktiv bleibt.

Vor allem, wenn Sie sich „lediglich“ für den Grundtarif entscheiden, kann es dazu kommen, dass ein Schaden nicht bezahlt wird. Bei Bedarf sollten Sie die Hausratversicherung deshalb um entsprechende Zusätze erweitern, um ein weites Feld abzudecken.

Wann ist eine Hausratversicherung sinnvoll?

Nichtsdestotrotz stellt sich die Frage, wann eine Hausratversicherung tatsächlich sinnvoll ist. Wer im Falle einer Beschädigung oder gar eines völligen Verlustes keine Probleme mit dem Wertersatz hat, braucht sich mit dem Thema weniger intensiv beschäftigen – zumindest dann nicht, wenn er das finanzielle Risiko dafür in Kauf nehmen möchte.

Bei finanziell starker Belastung im Schadensfall ist eine Hausratversicherung jedoch durchaus sinnvoll. Wer sich teurere Möbel und Elektronik leistet, profitiert ebenfalls häufiger von der Absicherung, wenngleich die Versicherungsrate dann natürlich ansteigt.

Allgemein stellt eine Hausratversicherung in den allermeisten Fällen eine sinnvolle Ergänzung des bestehenden Haus- und Gutsschutzes dar.

Grobe Fahrlässigkeit bei der Hausratversicherung

Zu den häufigsten Problemen mit der Hausratversicherung zählt die Frage der groben Fahrlässigkeit (VHB 2010, Abs. B, §1, Satz 5). Nicht selten zahlt eine Hausratversicherung mit genau dieser Begründung gar nichts oder nur eine sehr geringe Summe.

Allerdings gilt: Ein Generalverdacht für die grobe Fahrlässigkeit ist unzulässig. Zwar findet im Falle eines Nachweises tatsächlich keine Schadensregulierung statt, der Nachweis hierüber muss jedoch auch erst einmal von der Versicherung zweifelsfrei erbracht werden. Wenn die Hausratversicherung also die Zahlung verweigert, lohnt sich der Gang zum Rechtsexperten.

Wie können sich Versicherungsnehmer wehren?

Bereits beim Nichtreagieren auf eine Schadensmeldung macht es Sinn, mit einer Fristsetzung für den Versicherer zu reagieren. Idealerweise geht ein entsprechendes Schreiben per Einschreiben und Rückantwort raus, damit die Fristsetzung hinterher belegt werden kann.

Kommt es zu weiteren Problemen und die Hausratversicherung reagiert bzw. bezahlt nach wie vor nicht, handelt es sich unter Umständen bereits um eine Verschleppung der Schadensregulierung. Gerichte ahnden solche Verzögerungstaktiken bereits. Entsprechende Belege helfen, den Anspruch auch vor Gericht im Zweifelsfall zeitnah durchzusetzen.

Im Rahmen einer kostenlosen Erstberatung gehen wir auf Ihren individuellen Einzelfall ein. Unsere Rechtsanwälte helfen Ihnen gerne bei Komplikationen weiter.

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