Das Urheberrecht ist im Urheberrechtsgesetz geregelt. Es umfasst das Urheberpersönlichkeitsrecht, das in den §§ 12 bis 14 UrhG enthalten ist, sowie Verwertungsrechte und Vergütungsansprüche, die in den §§ 15 ff. UrhG normiert sind.

Was fällt unter das Urheberrecht?

Mit dem Urheberrechtsgesetz, kurz UrhG, erhält der Urheber eines Werkes Schutz für ebendieses Werk. Voraussetzung hierfür ist, dass das Werk eine persönliche, geistige Schöpfung ist.

Laut UrhG fallen Werke der Literatur, der Kunst und der Wissenschaft unter das Urheberrecht. Dies beinhaltet unter anderem:

  • Texte aller Art (Bücher, Artikel, Aufsätze, etc.)
  • Bild- und Tonmaterial: Filme, Videos und Fotografien
  • Produzierte Musikstücke
  • Kunst (Bilder, Skulpturen, etc.)
  • Entwickelte Softwares

Wer kann Urheber werden und vom Urheberrecht profitieren?

Jeder, der durch produktive und aktive Arbeit ein Werk geschaffen hat, gilt als Urheber. Kinder werden dabei von ihrem Vormund vertreten. Das geschaffene Werk fällt, wenn es auf einer eigenen, nicht übernommenen Idee basiert, unter den Schutz des Urheberrechtsgesetzes. Gibt es mehrere Urheber eines Werkes, sind diese Miturheber und teilen sich die Rechte an ihrem gemeinsamen Werk.

Um den Schutz von Urheber sowie Werk gewährleisten zu können, spricht das UrhG dem Urheber verschiedene Urheberrechte zu, die durch das Copyright-Zeichen kenntlich gemacht werden. Besonders wichtig sind hierbei das Verwertungsrecht und das Urheberpersönlichkeitsrecht.

Verwertungsrecht

Nach dem Verwertungsrecht des UrhGs hat der Urheber das Recht, über die wirtschaftliche Verwertung seines Werkes zu bestimmen. Hierbei wird zwischen einer körperlichen und unkörperlichen Verwertung unterschieden: Die unkörperliche Verwertung meint die öffentliche Wiedergabe des Werkes in jeglicher Form. Die körperliche Verwertung umfasst vor allem das Nutzungsrecht zur Vervielfältigung, Verbreitung und Ausstellung.

Urheberpersönlichkeitsrecht

Der Urheber hat das Recht, dass sein Name immer dann genannt wird, wenn sein Werk veröffentlicht wird. Zudem darf sein Werk hierbei nicht verändert oder entfremdet werden. Diese gesetzliche Regelung erlischt nicht automatisch mit dem Tod des Urhebers, sondern hat bis zu 70 Jahre nach seinem Ableben Gültigkeit.

Was ist beim Urheberrecht zu beachten?

Die Verwertungsrechte des Urhebers an seinem Werk gelten im Interesse der Allgemeinheit nur eingeschränkt. Die geltenden Beschränkungen werden auch als „Schranken des Urheberrechts“ bezeichnet. Hierzu zählen unter anderem:

  • öffentliche Zugänglichmachung für Unterricht und Forschung (§ 52a UrhG)
  • Nennung in Zeitungsartikeln und Rundfunkkommentaren (§ 49 UrhG)
  • Werke in Ausstellungen oder an öffentlichen Plätzen (§ 58f. UrhG)
  • Inhalte öffentlicher Reden (§ 48 UrhG)
  • Verwendung als gekennzeichnetes Zitat (§ 51 UrhG)
Marken-, Urheber- und Patentrecht in der Übersicht – Infografik
Marken-, Urheber- und Patentrecht in der Übersicht – Infografik

Abgrenzung des Urheberrechts zum Marken- und Patentrecht

Das Urheberrechtsgesetz fällt unter den gewerblichen Rechtsschutz. Hierunter werden alle Schutzrechte zusammengefasst, die geistiges Eigentum schützen. Eine wesentliche Rolle bei dem Schutz von geistigem Eigentum spielen dabei neben dem Urheberrecht auch das Marken- und Patentrecht.

Das Markenrecht schützt Hersteller vor Fälschungen ihrer Produkte oder ihres Markennamens. Um den Markenschutz zu erhalten, muss eine Marke beim Deutschen Patent- und Markenamt eingetragen sein. Das Patentrecht schützt hingegen technische Erfindungen, die einem Innovationsanspruch gerecht werden und gewerblich nutzbar sind. Hierbei kann sowohl das Erzeugnis selbst wie auch das Verfahren zu dessen Herstellung durch ein Patent für zwanzig Jahre vor Nachahmungen geschützt werden.

Sie haben Fragen zum Urheberrechtsgesetz? In unserer kostenlosen Erstberatung helfen Ihnen unsere Rechtsanwälte gerne weiter.

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