Von der Schwangerschaft bis zur Geburt – was regelt das Geburtsschadensrecht?

Die Schwangerschaft und anschließende Geburt gehören wohl zu den intensivsten Momenten im Leben einer Frau. Niemandem ist zu wünschen, dass innerhalb dieser Zeit etwas schiefgeht – schon gar nicht infolge eines menschlichen Versagens seitens des behandelnden Personals.

Leider kommt es jedoch immer wieder zu menschlichem Versagen. Bei Behandlungsfehlern stellt sich die Frage nach einer möglichen finanziellen Haftung des verantwortlichen Personals. Dies gilt vor allem bei nachhaltigen Geburtsschäden, die große Auswirkungen auf das Leben der gesamten Familie haben.

Gesetzliche Regelungen bietet hierbei das Geburtsschadensrecht. Dieses erstreckt sich von der unzureichenden Verlaufsbeobachtung durch den Gynäkologen während der Schwangerschaft bis hin zur Organisationshaftung seitens des Krankenhauses. Dabei spielt häufig ein fehlender oder mangelhafter Informationsaustausch zwischen den einzelnen Akteuren eine wesentliche Rolle.

Sauerstoffmangel bei der Geburt

Zu den häufigsten Ursachen für Geburtsschäden zählt der Sauerstoffmangel während der Schwangerschaft oder Geburt, der mit einem sehr hohen Komplikationsrisiko verbunden ist. Trotz entscheidender Fortschritte in der Medizin, kann dieser im schlimmsten Fall sogar zum Tod des Säuglings führen.

Bemerkt der zuständige Arzt oder die Hebamme, dass ein Sauerstoffmangel bei der Geburt vorliegt, ist schnelles Handeln unabdingbar. Kann dem medizinischen Personal nachgewiesen werden, dass ihnen hierbei ein vermeidbarer Fehler unterlaufen ist, hat dies im Zweifelsfall weitreichende Konsequenzen. Zur Vermeidung von Geburtsschäden werden Frauen während der Schwangerschaft daher regelmäßig überwacht. Krankenhäuser und Mediziner sind darüber hinaus dazu angewiesen, ihre einzelnen Schritte genaustens zu protokollieren, sodass sie belegbar nachweisen können, was sie konkret gemacht und veranlasst haben.

Ursachen für Geburtsschäden – Infografik
Ursachen für Geburtsschäden – Infografik

Schmerzensgeld bei Geburtsschäden

Die vor deutschen Gerichten zugesprochenen Schmerzensansprüche sind im Vergleich zu anderen Ländern eher im unteren Bereich anzusiedeln. Höhere Beträge werden jedoch bei schwerwiegenden Geburtsschäden zugesprochen, da diese eine langfristige Beeinträchtigungen für Kind und Eltern nach sich ziehen: Die Behinderung oder gar der Verlust eines Kindes wird als derartig emotional belastend wahrgenommen, dass hier teils äußerst hohe Beträge gezahlt werden müssen. Schmerzensgeldtabellen und Fallsammlungen bieten in diesem Kontext eine nützliche Hilfe zur allgemeinen Orientierung.

Kostenlose Erstberatung zur besseren Einschätzung

Falls Sie Hilfe bei der Einschätzung Ihres Einzelfalls benötigen, finden Sie Rat in unserer kostenlosen Erstberatung. Kompetente Rechtsanwälte stehen Ihnen hierbei beratend zur Seite und klären Sie bei Bedarf über die verschiedenen Aspekte des Geburtsrechtes, wie Erwerbsminderungsschäden, Barunterhaltsschäden und Betreuungsunterhaltsschäden, auf.

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