So gehen Sie bei einem Verkehrsunfall richtig vor

Die Lage nach einem Autounfall ist oft unübersichtlich und nervenaufreibend. Neben dem Schock sind viele Menschen mit der Situation überfordert und wissen oft nicht, wie sie handeln sollen. Doch gerade nach einem Verkehrsunfall kommt es manchmal auf wenige Sekunden an, die für das Überleben verletzter Personen entscheidend sein können.

Check-Liste für das richtige Verhalten nach einem Autounfall

Verhalten nach einem Autounfall – Infografik
Verhalten nach einem Autounfall – Infografik

Das richtige Verhalten nach einem Verkehrsunfall ist klar strukturiert und wird folgendermaßen in der Fahrschule gelehrt:

  • Unfallstelle absichern
  • Hilfe leisten
  • Notruf wählen
  • Unfall dokumentieren
  • Schaden melden

Achtung: Halten Sie sich bei einem Unfall unbedingt an exakt diese Reihenfolge, andernfalls gefährden Sie nicht nur Ihr eigenes Leben, sondern auch das anderer Verkehrsteilnehmer!

Wenn Sie einen Verkehrsunfall hatten oder als Ersthelfer am Unfallort eintreffen, müssen Sie also zunächst die Unfallstelle absichern. Schalten Sie hierfür die Warnblinkanlage Ihres Fahrzeuges ein, um andere Autofahrer bereits aus der Ferne auf die Gefahrensituation aufmerksam zu machen und dazu anzuhalten, langsamer zu fahren. Ziehen Sie eine Warnweste an, um auch bei schwierigen Sichtverhältnissen auf der Straße gesehen zu werden. Mit der Warnweste am Körper können Sie nun das Warndreieck mit folgenden Abständen aufstellen:

  • Innerhalb von Ortschaften: 50 Meter
  • Auf Landstraßen: 100 Meter
  • Auf der Autobahn: 150 bis 400 Meter

Nun müssen Sie dem bzw. den Verletzten helfen. Zögern Sie dabei nicht, weil Sie befürchten, etwas falsch zu machen. Ist die Erste Hilfe erfolgt, können Sie im Anschluss den Notruf wählen. Schildern Sie dabei die Unfallsituation möglichst präzise.

Wann Sie bei einem Autounfall die Polizei rufen sollten

Die Polizei muss immer dann gerufen werden, wenn es Verletzte oder gar Tote gibt. Auch wenn die verschiedenen Parteien sich uneinig über den Unfallhergang und die Schuldfrage sind, sollte der Autounfall polizeilich aufgenommen werden. Gleiches gilt, wenn der Unfall sich auf der Autobahn ereignete oder Alkohol und Drogen im Spiel waren.

Sobald die Polizei vor Ort ist, wird von dieser ein Unfallbericht aufgenommen, der den Unfall dokumentiert. Haben Sie keine Polizei gerufen, sollten Sie dennoch Beweisfotos vom Unfallort machen, um den Ablauf im Nachhinein rekonstruieren zu können. Tauschen Sie außerdem Kontaktdaten mit anderen Unfallbeteiligten und Zeugen aus.

Wann Sie den Kfz-Gutachter einschalten sollten

Der Geschädigte muss den erlittenen Schaden nachweisen – dies ist besonders dann wichtig, wenn der Unfall einen Gerichtsprozess nach sich zieht. Ein solcher Nachweis, der auch im Gericht Bestand hat und auf dessen Grundlage das abschließende Urteil maßgeblich gefällt wird, erfolgt durch einen Kfz-Gutachter, der den entstandenen Schaden in Augenschein nimmt und beurteilt.

Worauf Sie achten müssen, wenn Sie den Unfall Ihrer Versicherung melden

Für die Schadensmeldung bei Ihrer Versicherung haben Sie eine bestimmte Frist, die Sie unbedingt einhalten sollten. Diese beträgt in der Regel eine Woche. Sollte der Unfall jedoch ein Todesopfer gefordert haben, dürfen Sie lediglich 48 Stunden warten, ehe Sie die Versicherung benachrichtigen. Falls Sie die Frist für die Schadensmeldung verstreichen lassen, kann die Versicherung eine Haftung ablehnen.

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